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HÄKELN

Häkelwaren: Hauben, Schals, Fäustlinge, Socken, Stutzen, Tischdecken

Häkeln – Begriff und Geschichte

Häkeln ist eine Methode der Textilverarbeitung, bei der mit Faden und Häkelnadel Maschen erzeugt und miteinander verknüpft werden.
Im Unterschied zur glatten Stricknadel hat die Häkelnadel an ihrer Spitze einen Haken. Mit Hilfe dieses Hakens ist es möglich, den Faden durch bereits gearbeitete Maschen zu ziehen und damit ein zusammenhängendes Maschengebilde zu erzeugen.

Häkeln ist eine viel jüngere Technik als Stricken. Es sind keine gehäkelten Stücke bekannt, die nachweislich vor dem Jahr 1800 zu datieren sind, während Stricken, soweit bekannt, ab dem 13. Jahrhundert nördlich der Alpen praktiziert wurde.

Je nach Mode und Zeitgeschmack ist ein breites Spektrum von Anwendungen möglich: Filethäkelei mit feinsten Garnen über Topflappen aus fester Baumwolle bis hin zu Kleidungsstücken wie Mützen, Pullovern, Schals aus unterschiedlichsten Garnen (Seide, Baumwolle, Wolle, Kunstfasern). Es wird auch Praktisches für den Haushalt (Decken, Eierwärmer,Topflappen etc.) oder Dekoratives (Tischdecken, Puppen etc.) gehäkelt. Beliebt waren lange Zeit gehäkelte Babykleidung und Decken.

Filethäkeln und tunesisches Häkeln zählen zu Unterarten bzw. Spezialfällen der Häkeltechnik. Brügger Häkelspitzen gleichen Klöppelspitzen. Irische Häkelspitzen sind der Nadelspitze nachempfunden.

Das Wort häkeln ist seit dem Ende des 17. Jahrhunderts bezeugt und hatte ursprünglich die allgemeinere Bedeutung „mit Haken fassen“; heute bezieht es sich nur noch auf die Arbeit mit der Häkelnadel. Vermutlich handelt es sich um eine Ableitung von Haken mit l-Endung des Verbs (sogenannte Iterativbildung) oder um eine Ableitung von der Verkleinerungsform hækel, dem mittelhochdeutschen Wort für „Häkchen“.

Maschen

Es werden vier Grundmaschen unterschieden, auf denen die Technik aufbaut: Luftmasche, feste Masche, Stäbchen (auch ganzes Stäbchen genannt) und halbes Stäbchen. Aus den grundlegenden Maschen werden dann verschiedene Muster aufgebaut.

Luftmaschen sind Ausgangsbasis jeder Häkelarbeit, werden aber auch zur Überbrückung (beispielsweise am Beginn einer neuen Reihe Stäbchen) oder bei durchbrochenen Mustern zur Bildung von Schlingen verwendet.

Um eine erste Luftmasche zu häkeln, formt man das Garn zu einer Schlaufe und holt den zum Knäuel führenden Faden als neue Schlinge nach vorn. Eine neue Luftmasche entsteht, indem die Häkelnadel von unten hinter den Knäuelfaden geführt und aus der zuvor gebildeten Schlinge gezogen wird.

Durch Häkeln von Luftmaschen entsteht eine Luftmaschenkette (Schnur), die als Anfang einer rechteckigen Arbeit verwendet werden kann. Für runde Häkelarbeiten können drei oder vier Luftmaschen durch Einstechen in die erste Masche (mittels Kettmasche) zu einem Ring geschlossen werden, der anschließend umhäkelt wird.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Häkeln



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